St. Petri-Pauli-Kirche

Orgel in der St. Petri_Pauli_Kirche

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A PIPE-ORGAN IN HONOR OF MARTIN LUTHER

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MDR FIGARO Orgelmagazin

Historische Orgeln im Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda in einer CD-Neueinspielung

Eine Sendung von Claus Fischer mit KMD Thomas Ennenbach, Lutherstadt Eisleben

Moderation: Claus Fischer

Ansicht_Petriorgel

Die Orgel in Luthers Taufkirche St. Petri-Pauli Lutherstadt Eisleben

Im Jahr 1929 baute die Zörbiger Orgelbauanstalt Wilhelm Rühlmann in der Petrikirche anstelle der nicht mehr brauchbaren Orgel von 1834 ein neues Instrument mit 42 Registern auf 3 Manualen und Pedal. Diese Orgel war ein bedeutendes Klangdokument ihrer Zeit und in den 1930er Jahren häufig im Mitteldeutschen Rundfunk (MIRAG) zu hören. Die Disposition fand Eingang in das Handbuch der Orgelkunde von Wilfried Ellerhorst. Schon dies belegt die Bedeutung des Instrumentes als eine der wichtigen Reformorgeln der späten 1920er Jahre. Das Gehäuse des Bildhauers Johannes Horn aus Halle, in welchem sich Elemente der expressionistischen Architektur und des Art Déco verbinden, ist als einer der frühesten Gehäuseprospekte überhaupt eine künstlerische Ausnahmeleistung dieser Zeit.

Disposition 1929:

 

Werk  I Werk II Werk III (Schwellwerk) Pedal
Bordun 16’ Quintadena 16’ Liebl. Gedackt 16’*  Kontrabaß 16’
Prinzipal 8’ Geigenprinzipal 8’* Hornprinzipal 8’*  Subbaß 16’
Viola di Gamba 8’ Salizional 8’ Aeoline 8’*  Harmonikabaß 16’***
Doppelflöte 8’ Dolce 8’* Portunalflöte 8’*  Stillgedackt16’* (Transmission III)
Oktave 4’ Rohrflöte 8’ Quintadena 8’*  Oktavbaß 8’
Rohrflöte 4’ Prinzipal 4’ Vox coelestis 8’*  Cello 8’*
Oktave 2’ Blockflöte 4’ Fugara 4’*  Quintadena 8’*  (Tr.III)
Kornett 3fach* Gemshornquinte 2 2/3’ ** Nachthorn 4’*  Oktave 4’ (Tr.I)
Mixtur 4fach Waldflöte 2’ Flautino 2’*  Rauschpfeifen 4fach
Trompete 8’ Scharf 4fach Sesquialter 2fach  Posaune 16’
Zimbel 3fach
Oboe 8’

Koppeln II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, Oberoktavkoppeln II/I, III/I, III, Unteroktavkoppel III/II;

2 Freie Kombinationen; Feste Kombinationen: Tutti, Forte, Mezzoforte, Piano, Pianopedal II. und III.Manual;

Auslöser; Registerrollschweller (Walze); Manualumfang C-g³, Pedalumfang C-f ‘

*        nicht mehr vorhanden 

**      Wiederverwendung als Quinte 1 1/3‘

***    Wiederverwendung als Quinte 10 2/3‘ in der Orgel der St.Andreaskirche Lutherstadt Eisleben

 

1949 wurde die damals als zu weich und romantisch empfundene Intonation verändert, später traten immer mehr technische Mängel auf, sodass das III. Manual durch den schlechten Zustand der Taschenladen unspielbar wurde. Zwei Varianten der Renovierung standen zur Diskussion: Die Wiederherstellung des Originalzustandes mit hohem finanziellen und technischen Aufwand oder die Reduzierung auf 2 Manuale und Pedal mit 27 Registern und entsprechenden klanglichen Einbußen. Die zweite Variante wurde schließlich 1986/87 von der Orgelbaufirma Kühn (Merseburg) ausgeführt. Die Orgel besitzt seitdem 27 Register auf 2 Manualen und Pedal mit insg. 1894 Pfeifen.

Disposition 1987:

 

I. Manual II. Manual Pedal
Bordun 16’ Quintadena 16’ Kontrabaß 16’
Prinzipal 8’ Rohrflöte 8’ Subbaß 16’
Viola di Gamba 8’ Salicional 8’ Oktavbaß 8’
Grobgedackt 8’ Prinzipal 4’ Gedacktbaß 8’
Oktave 4’ Blockflöte 4’ Oktave 4’ (Tr.I)
Rohrflöte 4’ Waldflöte 2’ Rauschpfeife 4fach 5 1/3’
Oktave 2’ Quinte 1 1/3’ Posaune 16’
Mixtur 4fach Sesquialter 2fach
Zimbel 3fach Scharff 4fach Koppeln: II/I, I/P, II/P
Trompete 8’ Oboe 8’ Koppeln: II/I, I/P, II/P2 Freie Kombinationen, Tutti, Zungen ab

Derzeit befindet sie sich in unspielbarem Zustand, da trotz der Sicherungsmaßnahmen in großem Umfang Verschmutzung und Schimmelbefall entstanden sind. Die akustischen Veränderungen im Zuge der Umbau-arbeiten 1986 (Entfernung der Emporen und des festen Gestühls) und 2012 (Beton-Bodenplatte, neuer Putz) machen es zudem unmöglich, das vorhandene Instrument wiederherzustellen. So hat sich die Kirchen-gemeinde entschlossen, eine neue Orgel in das vorhandene wertvolle Gehäuse bauen zu lassen. Die Kosten dafür werden momentan auf ca. 300.000,00 € geschätzt. Die Gemeinde muss dazu einen Eigenanteil von mindestens 10 % aufbringen.

Bitte helfen Sie durch Ihre Spende mit,

dass in Luthers Taufkirche bald wieder

eine der Bedeutung des Raumes

entsprechende Orgel erklingt!

Orgel-Spendenkonto:

Kreiskirchenamt Sangerhausen, Sparkasse Mansfeld-Südharz,

BLZ 800 550 08, Konto 0 390 108 170,

IBAN: DE77800550080390108170

BIC: NOLADE21EIL

„Petriorgel Eisleben“

Kontakt:

Ev. Kirchengemeinde St. Andreas-Nicolai-Petri

Andreaskirchplatz 11

D-06295 Lutherstadt Eisleben

Tel. 03475-602229

www.kirche-in-eisleben.de

e-mail: ev_pfarramt_anp_lu_eisleben@web.de

www.zentrum-taufe-eisleben.de

KMD Thomas Ennenbach

Tel. 03475-747690

www.thomas-ennenbach-orgel.de

e-mail: thomas-ennenbach@t-online.de